Ignaz Schick's DeCollage 3

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Foto: Franz Hintermann

Ignaz Schick - saxophone

Georg Janker - bass

Sunk Pöschl - drums

DeCollage 3 hat seine Ursprünge im New Improvisers Ensemble - als einziges aktives Ensemble des Kollektivs. Anfänglich gegründet zum Anlass des Todes von Don Cherry, ein Mentor von Ignaz Schick, interpretiereten sie Stücke von Don Cherry und dessen Umfeld. (CD Lonely Woman).

Seine Grundlagen für das heutige Spiel erarbeiteten sie sich durch strukturierten Kompositionen von Ignaz Schick, mit denen sie ihre ganz eigene individuelle Art der Improvisation fanden. Mittlerweile spielen sie frei und verschmelzen dabei ihre Erfahrungen auch aus neuer Musik, Jazz und europäischer abstrakter Musik.

Ignaz Schick

Mitte der 1980er-Jahre studierte er mehrere Jahre Saxophon und begann gleichzeitig mit analogen Sampling-Verfahren und Mehrspuraufnahmen zu experimentieren. Während und nach seinem Studium tourte er mit verschiedenen (Free-)Jazz-, Experimental- und Improvisationsmusikprojekten. Er arbeitete außerdem als Komponist für Theater, Tanz und Film.

Ab 1992 arbeitete er drei Jahre lang mit dem Komponisten J.A. Riedl als Assistent und Musiker für diverse Festivalproduktionen zusammen – parallel dazu absolvierte er ein kurzes, aber intensives Studium an der Hochschule für Bildende Künste München.

Dort verlagerte sich sein Interesse stark hin zu Fundstücken, Eigenbauten und Elektronik. Unter anderem verwendet er eine Vielzahl von Kontaktmikrofonen und Tonabnehmern, die er mit verschiedenen Objekten und Techniken bearbeitet und manipuliert. 1994 wurde ihm das Förderstipendium Musik der Stadt München verliehen. Seit 1995 lebt er in Berlin, wo er mit zahlreichen Gruppen und Musikern der jüngeren Generation (oft als „Berliner Nouvelle Vague“ bezeichnet) in verschiedenen Bereichen der experimentellen Musik zusammenarbeitet. Der Schwerpunkt liegt auf elektroakustischer Musik, Objekt- und Feldaufnahmen sowie Klangkunst.

1998 gründete er „Edition Zangi“, gefolgt vom Label „Zarek“ im Jahr 2000, das sich hauptsächlich auf die Veröffentlichung junger experimenteller und elektroakustischer Musik konzentriert. Ausgedehnte Tourneen führten ihn durch Österreich, den Balkan, Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, die Niederlande, Polen, die Schweiz, Großbritannien, die USA und erneut den Balkan. Er war in mehreren Radiosendungen zu hören (DRS II, BR II, ORF-Kunstradio u. a.).

Foto: Karl Lehner

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Sunk Pöschl

Sunk Pöschl studierte von 1970 bis 1974 Schlagzeug an der Münchner Jazzschule und von 1977 bis 1979 klassisches Schlagzeug. Seitdem ist er als freiberuflicher Schlagzeuger in der zeitgenössischen Jazzszene aktiv. Seine Interessen und Aktivitäten umfassen improvisierte Musik, Modern Jazz und Mainstream Jazz. Dreimal wurde er mit dem Preis der Deutschen Phonoakademie ausgezeichnet. Er trat auf Festivals in Saalfelden, Frankfurt, Bregenz, Ingolstadt, München, Würzburg, Offenburg, Mauren u. a. auf und wirkte mit zahlreichen Bands an Radio- und Fernsehproduktionen mit. Von 1981 bis 1985 tourte er mit dem Dave Burell Trio durch Deutschland, die Schweiz, Österreich und Italien. Seit 1986 arbeitet er regelmäßig mit dem Andy Lutter Trio/Quartett zusammen, seit 1995 mit Ignaz Schicks DeCollage 3 u. a.

Foto: Werner Siebert

Georg Janker

Gilt als einer der vielversprechendsten Bassisten der improvisierten Musik. Durch die Mittel der Improvisation gelingt es ihm, die Musik aktiv in die Kommunikation mit den Künstlern und dem Publikum einzubeziehen.  Georg Janker ist Autodidakt. Wichtige Impulse für seine Arbeit gaben ihm die Arbeit mit Ignaz Schick, ICI Ensemble München, Gunnar Geisse, Eric Zwang-Eriksson, Norbert Vollath, Fredi Pröll, Embryo, Roman Bunka, Barre Phillips, Red Mitchell, William Parker, Phil Minton, Peter Brötzmann, Sebi Tramontana, und die Arbeit mit Künstlern aus verschiedenen Sparten: Steffen Haas, Hannes Schmidt, Karen Janker, Roula Karaferi.

Foto: Werner Siebert

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Presse

"Zusammen mit dem Bassisten Georg Janker und dem Schlagzeuger Sunk Pöschl knüpft Schick seit 1995 an die Tradition des Saxophontrios an, das sich ohne die festgelegten Grenzen eines Harmonieinstruments dem Aufbau von komplexen Klangnetzwerken widmet. Die Vorbilder Don Cherry, Ornette Coleman, Albert Ayler sind klar, die Resultate jedoch bleiben offen. Denn Schick hat im Laufe des vergangenen Jahrzehnts einen eigenen kraftvoll wilden Stil entwickelt, mit dem er den Ideen der Ahnherren neue, schillernde Akzente hinzufügt. Kernige, anspruchsvolle Klänge für Freunde eruptiver Hörereignisse."

"Sie nennen sich DeCollage 3. Und sie klingen auch so. Denn Saxophonist Ignaz Schick, der Bassist Georg Janker und der Schlagzeuger Sunk Pöschl weigern sich, den traditionellen jazzigen Vorgaben zu gehorchen. Also integrieren sie freie Passagen und ethnische Einflüssse, Postbop-Fragmente und zeitgenössische Ideen in ihren Kosmos der Improvisation."

"Als zwölfjähriger lernte Ignaz Schick auf dem Jazzfestival im österreichischen Saalfelden Don Cherry kennen. Dieser ermunterte ihn dazu, Saxophon zu lernen. Mittlerweile ist Ignaz Schick 25 Jahre alt und hat mit "Lonely Woman" ein Album veröffentlicht, an dem Cherry sicherlich seine Freude gehabt hätte: Mit dem Trio DeCollage 3, dem neben dem Saxophonisten und Bandleader noch der Kontrabassist Georg Janker und der Schlagzeuger Sunk Pöschl angehören, setzt auf die pluralistischen Ausdrucksformen freitonaler Improvisationskunst und bindet diese in die verschiedensten musikalischen Zusammenhänge, (...)"

"DeCollage 3 nimmt das Vorliegende als Startbahn, so wie ein Rollerblader die Straße nutzt. Ab geht die Post, aber wie!"

"Daß die Zuhörer sich (...) auf eine faszinierende Reise begaben, war nach den ersten Tönen aus Ignaz Schicks Altsaxophon zu hören und zu spüren...Die drei gingen dabei weit über die reine Imitation hinaus. Vielmehr gelang es ihnen kraftvoll und sensibel ein meisterhaftes Konzert hinzulegen. Die Halle dampfte (...) standing ovations nach dem letzten ausgehauchten Ton."

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